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Programm

Eltern-Kind-Zentren für Thüringen - Hintergründe und Einblicke

„Ein Thüringer Eltern-Kind-Zentrum (ThEKiZ) ist eine Kindertageseinrichtung mit besonders ausgeprägter Familien- und Sozialraumorientierung. Diese Besonderheit ist auf Grundlage kommunaler Bedarfserhebungen in die örtliche Jugendhilfeplanung als Leistung nach § 16 SGB VIII (Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie) aufgenommen.“ (Rißmann, 2014)

Thüringer Eltern-Kind-Zentren haben ein integriertes Gesamtkonzept entwickelt, bei dem das Kind in seiner Lebenswelt, seinem familiären Kontext beachtet wird. Ziel der ThEKiZ ist es, die Selbstbestimmung und Autonomie der Familien zu unterstützen und familiale Netzwerke zu fördern sowie Selbsthilfepotentiale der Familien zu aktivieren. Dabei leisten sie einen Beitrag zur Entwicklung nachbarschaftlicher Hilfe und Lebensorganisation.

Mit der Definition von ThEKiZ wird die Eigenverantwortung der Akteure in den Kommunen und den konkreten Sozialräumen in den Blick genommen. Das Einrichtungsprofil eines Eltern-Kind-Zentrums verfügt neben allgemeinen Merkmalen über einrichtungsspezifische individuelle konzeptionell verankerte Kennzeichen.

Thüringer Eltern-Kind-Zentren sind Treffpunkte, in denen Familien einen Ort vorfinden, der durch sie gestaltbar ist und vielfältige Möglichkeiten bietet. Dabei wird das soziale und kulturelle Umfeld der Kindertageseinrichtung als inter- und intragenerativer Erfahrungsraum systematisch einbezogen.

Um dies zu erreichen, arbeiten Kindertageseinrichtungen, die sich zu Eltern-Kind-Zentren entwickeln, auf vier Gestaltungebenen:

  1. Ebene der Fachkräfte und des Einrichtungsteams,
  2. Ebene der Zusammenarbeit der Fachkräfte mit den Familien,
  3. Ebene der Familien und
  4. auf der Ebene der Kooperationen im Sozialraum.